Natur sucht Kleingarten

Wettbewerb für naturnahes Gärtnern in Dresdner Kleingartenanlagen

Wie nachhaltig bewirtschaftet sind Dresdner Kleingärten? Wie viel Wert legen wir wirklich auf Umweltschutz und Artenvielfalt?

Dresdner, zeigt her Eure Gärten! Vor allem, wenn Ihr Eure Kleingärten ausreichend und dabei naturnah bewirtschaftet.

Der Wettbewerb "Natur sucht Kleingarten" startet in eine neue Runde. Anmeldungen sind bis zum 31.05.2026 möglich.

Die Begehungstermine finden im Sommer statt.

 

Damit Ihr Euch ein ungefähres Bild davon machen könnt, worauf die einzelnen Fragen abzielen, haben wir diesmal auch die entsprechenden Bewertungskriterien noch einmal für Euch erläutert.

 

Wir freuen uns auf Eure Bewerbung.

 

 

 

 

"Die Erhaltung und Pflege der KGA und KG sowie der Schutz von Boden, Wasser und Umwelt sind Gegenstand der kleingärtnerischen Betätigung. Der Arten- und Biotopschutz ist, soweit die kleingärtnerische Nutzung nicht beeinträchtig wird, zu fördern. In der Gartenbewirtschaftung sind die Grundsätze des integrierten Pflanzenbaus anzuwenden. Die ökologische Gartenbewirtschaftung wird unterstützt. Die heimische Flora und Fauna sowie Nützlinge sind durch alle geeigneten Maßnahmen zu fördern und zu schützen."

Aus der Rahmenkleingartenordnung des LSK vom 06.11.2009

 

Zielstellung

Dieser Wettbewerb soll Ideen zur naturnahen Bewirtschaftung eines Kleingartens wecken, Mut machen, seinen Garten anders als andere zu gestalten und Wege aufzeigen, wie Umweltschutz und kleingärtnerische Nutzung gut miteinander vereinbart werden können. Im Ergebnis werden klare Grenzen zwischen ungepflegten, verwahrlosten und naturnah bewirtschafteten Parzellen aufgezeigt. Dies stärkt den Umweltgedanken und regt zum nachhaltigen, aktiven Naturschutz an.

Bewertungskriterien

  • Einhaltung der Bestimmungen des BKleingG sowie der Rahmenkleingartenordnung des LSK
  • Anteil Bodenversiegelung und Größe der vorhandenen Bebauung
  • Flächennutzung, insbesondere Verhältnis Gemüse-/Kräuter- und Blumenbeete, Rasen
  • Pflegezustand der Flächen und Gehölze
  • Artenvielfalt und Verhältnis einheimischer/nicht einheimischer Arten
  • Vielfalt der Nutzpflanzen
  • Nützlingsförderung
  • nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (Kompostierung, Regenwassernutzung, …)
  • Umgang mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln

 

Kleingartenanlagen stehen für biologische Vielfalt

Die Wettbewerbssieger 2025

Nun, da die Natur ruht und die dunkelsten Tage im Jahr anstehen, ist es wie jedes Jahr an der Zeit kurz zurückzublicken, um dann den Blick nach vorn in das neue Jahr zu richten. Zurückblicken möchten wir auf einen erfolgreichen Wettbewerb „Natur sucht Kleingarten“. Unsere Teilnehmer stellten eindrücklich unter Beweis, dass Kleingärten sowohl für den Anbau von Lebensmitteln als auch für Natur- und Artenschutz stehen. Viel bedarf es dazu nicht! Naturnahes Kleingärtnern beginnt im Kopf mit Achtsamkeit und Respekt gegenüber unserer Natur.

 

Das weltweite Artensterben und der Verlust von Ökosysteme nehmen in aller Stille alarmierende Ausmaße an. Rückzugsräume und Lebensraum finden Tiere und Pflanzen in unserer unmittelbaren Umgebung. Kleingärten sind zum Refugium geworden.

 

Viele Kleingärtnerinnen und Kleingärtner haben dies erkannt, wir erlebten es im Wettbewerb und sehen es an unzähligen naturnahen Parzellen - und es werden jedes Jahr mehr.

 

Und so möchten wir vorausblicken in ein neues Jahr. Winterzeit ist Planungszeit! Vielleicht in der nächsten Saison diese tolle alte Möhrensorte anbauen?  Für den Igel eine Strauchrabatte aus niedrigen Sträuchern und Stauden mit einem Unterschlupf anlegen? Für die junge Eidechse einen Lesesteinhügel ins Blumenbeet integrieren? Ein Sandarium für die Wildbienen? Oder gar … ein kleiner Gartenteich?

 

Viele kleine Schritte helfen, den Kleingartenanlagen attraktiv für Tiere zu gestalten und ihnen ein artgerechtes Leben in unseren Gärten zu bieten. Die Nutzung einheimischer Kräuter und Sträucher ist ein wichtiger Teil davon.

 

Mindestens genauso wichtig ist es, für naturnahes Gärtnern einzustehen, darüber zu sprechen, dafür zu streiten.  Wir wünschen uns, dass Ihr wieder ein Zeichen setzt für Artenschutz, Vielfalt und Nachhaltigkeit und freuen uns auf Eure Bewerbung, wenn es wieder heißt „Natur sucht Kleingarten“. Wir suchen nicht Eure perfekten Gärten, sondern den Umgang mit Natur im Kleingarten. Macht mit!

 

Erinnerung: Vor der Stadt haben viele Tiere und Pflanzen keine guten Überlebensbedingungen. Die industrielle Land- und Forstwirtschaft mit großflächigem Pestizideinsatz, die Landschaft als Wirtschaftsfaktor betrachten, die überhandnehmende Bodenversieglung und die Zerschneidung der Landschaft durch unüberwindbare Verkehrswege und die Ausräumung und Übernutzung unserer Kulturlandschaft durch Tourismus und Freizeitgesellschaft bewirken, dass „draußen“ kaum mehr Rückzugsräume für Tiere bestehen. Es fehlen zudem die Grundlagen der Nahrungsketten, vor allem einheimische (wilde) Blütenpflanzen und Sträucher, die Tiere und Vögel mit Nektar, Pollen und Samen für eine artgerechte Ernährung versorgen. Hunger und Pestizide, schrumpfende Individuenzahlen und gefährliche Wege, aber auch die steigenden Temperaturen und Veränderungen der Jahreszeiten durch den Klimawandel machen ihnen das Leben schwer.


11 kleine Schritte für biologische Vielfalt im Kleingarten

(nach: Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e.V.)

 

  1. Auf ökologischen Pflanzenschutz setzen 
    Vorbeugung und Förderung von Nützlingen statt Pestizideinsatz
  2. Bunte Sortenvielfalt kultivieren 
    Vielfältige, auch alte Gemüse- und Obstsorten erhalten und Saatgut gewinnen
  3. Boden schützen
    schonende Bodenbearbeitung, Gründüngung, Mulch und Kompost für Bodenleben und Bodenfruchtbarkeit
  4. Blüten über das ganze Jahr
    vom Frühjahr bis in den Herbst nektar- und pollenreiche Blüten für bestäubende Insekten
  5. Heimische Wildsträucher pflanzen
    Blüten, Früchte und Nistmöglichkeiten für Insekten und Vögel
  6. Wilde Ecken stehen lassen
    ein Eckchen mit „Unkräutern“, wie Brennnesseln, als Futter für Raupen, Käfer und Co
  7. Später aufräumen
    abgeblühte Stauden und Gräser sowie Laub- und Asthaufen bis zum Frühjahr stehen lassen – zur Freude tierischer Wintergäste
  8. Seltener Mähen
    Blumenwiesen, blühende Säume oder Mähinseln oder Blumenrasen statt pflegeintensive, monotone Rasenflächen
  9. Kleinstbiotope bauen
    Steinhaufen, Totholz, offene Sandstellen oder Gartenteich als Lebensräume
  10. Torffreie Erde nutzen
    Komposterde verwenden und gleichzeitig Moore und Klima schützen
  11. (Solar)Licht aus
    möglichst wenig Beleuchtung im Kleingarten, denn Insekten und Tiere brauchen die nächtliche Dunkelheit

 

 

Platzierung der Wettbewerbsteilnehmer der Endrunde im Wettbewerb "Natur sucht Kleingarten"

Platz 1: Kjeld Stein & Toni Burghard Friedrich, KGv Friedland e.V.

Platz 2: Christin Lehmann & Henric Liebe aus dem KGV Friedland e.V.

Platz 3: Gudrun Schille, KGV Am Heiderand Bühlau e.V. 

Platz 4: Margit Beutlich, KGV Geystraße e.V.

Platz 5: Kati Rantzsch & Melanie Seidel, KGV Lübecker Ecke e.V.

 

Natur sucht Kleingarten 2025

Ein kleiner Wettbewerbseinblick

Sommer, Sonne, Sonnenbrand und Natur im Kleingarten gehören in Dresden unbedingt zusammen. An den wenigen heißen Tagen, mit denen uns der Sommer 2025 bedachte, machten sich die Fachberater des Stadtverbandes auf, in Dresdner Kleingärten nach Natur zu suchen. 19 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus zwölf Vereinen haben sich in diesem Jahr beworben und möchten uns ihre Naturoasen vorstellen. Vorbildlich nimmt sich der KGV „Friedland“ e.V. der Thematik an. Diese neue Anlage, seit zwei Jahren erst auf der Fläche, hat sich dem naturnahen Kleingärtnern verschrieben. Gleich sieben Pächterinnen und Pächter aus Friedland stellen sich dem diesjährigen Wettbewerb.

 

 

Wie immer überrascht uns die Bandbreite der vorgestellten Kleingärten. Naturnahe Gartenbewirtschaftung ist so vielfältig wie ihre Gärtnerinnen und Gärtner und kann sich so unterschiedlich präsentieren. Allen gemeinsam ist der Anspruch, für die Erhaltung der Artenvielfalt Lebensraum zu integrieren und Boden und Anbaufläche schonend zu bearbeiten. Denn auch der Boden unter unseren Füßen ist Lebensraum und Biotop für unzählige Bodenlebewesen, die Schutz und Pflege bedürfen. Demzufolge ist auch die Bewirtschaftung der Anbaufläche ein wichtiger Themenbereich bei der Bewertung der Teilnehmergärten.

 

Am Ende der Besichtigungstage haben wir viele tolle Gärten gesehen. Nicht in jedem Fall konnten unsere Erwartungen an naturnahe Kleingärten zu 100 % erfüllt werden. Die fünf punktbesten Gärten kamen in die Endrunde und wurden am 15. August der Fachjury aus Mitgliedern des Vorstandes des Stadtverbandes „Dresdner Gartenfreunde“ und externen Fachjuroren vorgestellt.

 

Am Rand der Dresdner Heide summt und brummt es in allen Blüten. Blumen, Blühsträucher und Kräuter in Hülle und Fülle, vergessene Gemüsearten, wie Buchweizen oder Baumspinat, und alte Obstbäume mit blühenden Baumscheiben prägen den Garten. Auf feuchtem Boden im Landschaftsschutzgebiet „Bühlauer Wiesen“ hat Gudrun Schille im KGV „Am Heiderand Bühlau“ e.V. ein blühendes Insektenparadies gestaltet. Mittelpunkt des Gartens ist allerdings ein drainiertes Hügelbeet, auf dem trockenheitsresistente Wild- und Gartenstauden wachsen können.

 

Im KGV „Friedland“ e.V. kamen gleich zwei Parzellen in die Endrunde. Ganz ohne vorgegebene Bestandsstrukturen lassen sich auf der unberührten Fläche eigene kreative Vorstellungen verwirklichen. Bevor es mit dem Gärtnern auf der neuen Fläche losging, sollten sich die Friedländer Gedanken über ihre künftigen Gärten und dessen Gestaltung machen – und das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Gestalterisch durchdacht, detailreich und mit viel kleingärtnerischer Nutzfläche (dies ist notwendig, da die Obstbäume noch sehr jung sind und kaum Anbaufläche beisteuern) präsentieren sich die Gärten von Hendric Liebe und Christin Lehmann sowie Kjeld Stein und Toni Burghard Friedrich. In ihnen und allen anderen Friedländer Kleingärten stecken jede Menge Schweiß und Mühe, um den lehmigen Boden zu formen und dem Untergrund ertragfähige Anbauflächen abzuringen.

 

Recycling und Nachhaltigkeit ist der Fokus im Garten von Kati Rantzsch und Melanie Seidel. Im KGV „Lübecker Ecke“ e.V. wird gebaut und gebastelt, was Holz hergibt. Neben vielen dekorativen Details wurden z.B. eine Ballbahn und ein Klettergerät für den Nachwuchs aus altem Holz gebaut. Der sengenden Hitze während des Juryrundgangs und der klimatischen Erwärmung trotzen zwei junge Feigen und eine in die Jahre gekommene Aprikose. Die Gemüsebeete werden mit Ollas bewässert, das sind mit Wasser gefüllte grobporige Tongefäße, die bei trockenem Boden Wasser an die Pflanzen abgeben. Eine Insektenwiese sorgt für Nahrung für Honigbienen und allerlei Insekten. Im eigens angebauten Rainfarn ließ sich sogar ein seltener Rainfarn-Marienkäfer finden.

Schlussendlich fand die Jury Schutz vor der Sonne im Schattengarten von Margit Beutlich. Sie ist langjährige Fachberaterin im KGV „Geystraße“ e.V. und weiß, dass ihre alten und hervorragend gepflegten Obstbäume bei Hitze nicht nur kühlen Schatten spenden, sondern dass ihr verarbeitetes und eingewecktes Obst eine willkommene Delikatesse in grauen Wintermonaten ist. Der Raum unter den Bäumen lässt Platz für viele schattenverträgliche Blumen, Beeren, einen kleinen Teich, Platz zum Sitzen und Entspannen und natürlich auch für Gemüsebeete. Ein wunderbarer klassischer Kleingarten unter naturnaher Bewirtschaftung.

 

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden, die die Durchführung des Wettbewerbes möglich machten! Ein besonderer Dank gilt unseren Fachjuroren Frank Bittrich vom Umweltamt Dresden und Lutz Hennig vom NABU Meißen.

 

Natur sucht Kleingarten 2024

Auf unserer Suche haben wir auch in diesem Jahr Kleingärtner*innen mit ihren Gärten gefunden, die Lebensraum für Wildtiere anbieten und es dabei geschafft haben, funktionale, sehenswerte und ökologisch wertvolle Gärten zu gestalten.

 

Wir gratulieren allen Teilnehmern und danken für den Mut und ihr Engagement in Sachen Naturschutz, denn jede noch so kleine Wildpflanze wird von Insekten dankbar begrüßt. Was uns wichtig war und warum dieser Wettbewerb um´s wilde Grün so wichtig ist, könnt Ihr demnächst hier nachlesen.

 

Und wie es sich für einen Wettbewerb gehört, gibt es Preisträgergärten, zünftig geschmückt mit unserer nachhaltigen Schieferplakette.

 

Schieferplakette mit Aufschrift

 

Gewonnen hat Familie Hinze aus dem Kleingärtnerverein „Sonnenland“ e.V.

 

 

 

In ihrem Garten gab es viel zu sehen: üppige Kürbisse und Tomaten, einen kleinen Teich und in herzliches Willkommen mit vielen bunten Blüten für Insekten am Gartenzaun.

 

Einzigartig war die kleine wilde Ecke mit Vogelfutterpflanzen, wie Disteln, Karden, Sonnenblumen, Schafgarbe und anderen.  

 

 

Igeltunnel

Igeltunnel zur Querung der tiefsitzenden Zaunanlagen im Verein im Garten von Familie Hinze.

 

 Auf den Plätzen folgten Hanka und Bert aus dem Kleingärtnerverein Gartenfreunde Fortschritt I und Caroline Düsterhaupt ebenfalls aus dem Kleingärtnerverein Sonnenland e.V.

 

Der Garten von Hanka und ihrem Partner begeisterte uns mit einer tollen Mischkultur-Gemüsegartenlandschaft mit integrierten Minilebensräumen, einer Teichlandschaft mit gelungener Umpflanzung und Bank, alten Obstbäumen und einer tollen Weinlaube.

 

 

Ihre ökologisch bewirtschafteten Gemüsebeete mulchen sie und nutzen selbst hergestellten Bokashi zum Düngen.

 

Auberginen profitieren von der Speicherwärme der kleinen Natursteinmauer im Garten von Hanka.

 

 

Abendstimmung bei Hanka im KGV Gartenfreunde Fortschritt I.

 

 

Caroline Düsterhaupt und ihre Familie nennen seit 6 Jahren ihren Garten ihr Eigen.

 

 

Der Garten wird dominiert von einer klaren Gestaltung mit viel Bewegungsraum. Die experimentell und vielfältig genutzten Gemüsebeete rahmen eine schönen Kräuterspirale als Highlight des Gartens. 

 

Kräuterspirale im Garten von Familie Düsterhaupt.

 

 

Nachtrag - Das müssen wir mit Euch teilen!

Folgendes schrieb uns Bettina kürzlich. Und wir finden diese Zeilen so großartig, dass wir sie unbedingt mit Euch teilen müssen. 

 

"Mit dem alten Gartenstuhl unter der Sauerkirsche aufgestellt, hat die Siegerplakette bereits viel Aufmerksamkeit im KGV Sonnenland genossen und wir sind mit sehr vielen Pächtern ins Gespräch gekommen.

 

Am meisten hat tatsächlich interessiert, wie der Wettbewerb ablief und was naturnah bedeutet. Und so manch Gärtner konnte feststellen, dass er ja auch einen naturnahen Garten hat!

 

So gesehen sind nicht nur wir Sieger im Wettbewerb, es ist zugleich ein Gewinn für unsere ganze Sparte."

 

 

 

 

+++ Rückblick +++

Kleingärtnern und Artenschutz: Eine Reise durch 13 Kleingärten zum Wettbewerb „Natur sucht Kleingarten“ 2022

13 tolle Kleingärten haben sich im letzten Jahr für den Wettbewerb „Natur sucht Kleingarten“ beworben. Zwei Gärtnerinnen aus dem Kleingärtnerverein „Mockritz“ e.V. konnten den Wettbewerb für sich entscheiden.

Sieger beim Wettbewerb Natur sucht Kleingarten

Claudia Wandel und Jana Gernegroß bewirtschaften ihr kleines Fleckchen Erde naturnah und mit ganz viel Hingabe und großer Freude am liebevollen Detail.

Preisträgergarten im KGV Mockritz

Im blüten- und strukturreich bepflanzten Garten bleibt dabei auch genügend Raum für allerlei Insekten, Vögel und Kleintiere.

 

Auf den Plätzen zwei und drei reihen sich die Kleingärten von Sylvi Piela aus dem KGV „Laubenheim“ e.V. und Ines Gruß aus dem KGV „Schrebergruß“ e.V. ein. Der Garten von Sylvi Piela ist geprägt von klaren und offenen Strukturen, die perfekt den naturnahen Anbau von Gemüse und Obst mit vielfältigen Lebensräumen für Gartentiere verbinden, liebevolle Details inbegriffen.

 

 

Ines Gruß nahm bereits zum zweiten Mal am Wettbewerb teil. Ihr Garten beeindruckte wiederholt mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Zwischen Obstbäumen und Gemüsepflanzen wimmelte es von Leben.

 

Platz 4 belegte Maria Wetzel aus dem KGV „Dresden-West“ e.V. und Platz 5 Simone und Matthias Zscheile mit ihrem Garten im KGV „Obergorbitz“ e.V.

 

Neben den 13 Einzelgärten bewarb sich der KGV „Freier Blick“ e.V. als Anlage. Der Verein stellte mit drei Teilnehmergärten auch die meisten Bewerbergärten. Sowohl Verein als auch seine Mitglieder engagieren sich in Sachen naturnahe Gartenbewirtschaftung. Zwar reichte es nicht für eine Platzierung unter den ersten drei, aber alle drei Bewerbergärten stehen für naturnahes Kleingärtnern par Excellence und bieten neben ganz viel leckerem Obst und Gemüse auch jede Menge Blüten, Stauden, Kräuter, Gehölze sowie verschiedenartigste Biotope zur Förderung der Artenvielfalt. Auch der naturnah gestaltete Projekt- und Fachberatergarten gedeiht unter den wissenden Händen der Fachberaterin und ihrer Helfer*Innen.

 

Alle besichtigten Gärten waren auf ihre Weise besonders und spiegeln das Verständnis für Naturschutz und Kleingärtnern ihrer Gärtner*Innen wider. Wir erlebten im KGV „Friedland“ e.V. den großartigen Garten einer Pflanzensammlerin, der sich leider im Umzug befand, und den Grit Seifert nach der Flächenkündigung durch die Stadt Dresden an anderer Stelle völlig neu entstehen lassen wird. Im KGV „Post & Telegrafen“ e.V. verbindet im Garten von Conni Haui eine Garteneisenbahn Gemüsebeete, ein Gewächshaus und eine wunderbare Teichanlage.

 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, gratulieren den Preisträgern und wünschen Euch weiterhin ganz viel Freude an Euren Gärten! Macht weiter so und steckt andere an!

 

Nicole Kramer, Fachberaterin im Stadtverband