Tag der Chronisten - Chronistentag

Erfahrungsaustausch für Hobbyhistoriker

Einmal im Jahr lädt die AG Geschichte und Traditionspflege zum Tag der Chronisten. Die Einladung gilt gleichermaßen für Vereinsvorstände und geschichtsinteressierte Kleingärtner*Innen und Vereinschronist*Innen.

 

Die Veranstaltung will nicht nur informieren, sondern auch ein Forum bieten für Erfahrungsaustausch und Wissenserweiterung. In den vergangenen Jahren teilten Geschichtsfreunde im Rahmen von Fachvorträgen ihr Wissen mit den Teilnehmenden.

 

Künftig soll die Ausrichtung etwas mehr in Richtung Workshop oder Seminar gehen.

 

Eine liebgewonnene Tradition ist das gemeinsame Gruppenbild sowie die Begehung des Gastgebervereins.

Die Teilnehmer des Tag der Chronisten 2025 im KGV Dresden-West.

 

Der nächste TAG DER CHRONISTEN
findet statt am 26.09.2026.


<< mehr erfahren >>

 

Rückblick

Tag der Chronisten 2025

Der Tag der Chronisten fand mit knapp 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Vereinsgaststätte des Kleingartenverbands (KGV) Dresden-West e.V. statt.


Werner Porges von der Arbeitsgemeinschaft Geschichte und Traditionspflege begrüßte die Anwesenden herzlich zum jährlichen Treffen, das in diesem Jahr unter dem Motto „Das Kleingartenwesen in Sachsen von der Weimarer Republik 1919 bis hin zur Gründung des VKSK 1959“ stand.

 

Im Anschluss stellte der Chronist des gastgebenden Vereins, Wolfgang Kisch, den KGV Dresden-West e.V. vor und ging kurz auf dessen Entwicklung seit der Gründung im Jahr 1907 ein. Mit fast 400 Mitgliedern in 340 Parzellen gehört der Verein zu den größten im Stadtverband. Er liegt als grüne Oase zwischen den Stadtteilen Löbtau, Gorbitz, Naußlitz und Wölfnitz.

 

Zum Auftakt führte der ehemalige Vereinsvorsitzende Roland Gellner durch die Gartenanlage und erläuterte anschaulich die Ziele des Integrativen Lehrgartens, des Arznei- und Kräutergartens sowie des Artenschutz- und Bienengartens.


Besonders der Lehrgarten wird als öffentlicher Garten für die angrenzende Kindertagesstätte und die Altentagespflege genutzt.

 

Im Anschluss an den Rundgang hielt Armin Menzer, Leiter der Arbeitsgruppe Geschichte im Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. (LSK), den angekündigten Vortrag zum Thema „Das Kleingartenwesen in Sachsen von der Weimarer Republik 1919 bis hin zur Gründung des VKSK 1959“.

 

 

Er umriss darin 40 Jahre kleingärtnerisches Schaffen in drei politischen Epochen. Der Einfluss der Politik auf Organisation und Ausrichtung der Vereine war enorm – von der Sprache und den gesetzlichen Regelungen über Vorgaben zu Anbau und Ernte bis hin zum kulturellen Leben in den Vereinen.

 

Verständlich und faktenreich ging Armin Menzer auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie – besonders interessant – auf die Übergänge zwischen den Gesellschaftsepochen ein.

 

Sein Fazit: In besonders herausfordernden Zeiten – etwa während der Weltwirtschaftskrise, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs oder auch in der Corona-Pandemie – waren Kleingärten deutlich gefragter als in stabilen Epochen.

 

Anschließend berichtete Wolfgang Kisch, Chronist des KGV Dresden-West, über das Kleingartenwesen in Dresden und insbesondere im KGV Dresden-West in der Zeit von 1919 bis 1959. Marga Woloschanowski, Chronistin vom KGV „Neuland“ hatte ihren Bericht über die Zeit zwischen Weimarer Republik und der Machtübernahme der Nazis  1918 – 1933 schriftlich eingereicht. Er wurde verlesen.

 

Der praktische Teil des Tages der Chronisten begann mit einem Impulsvortrag von Claus-Dieter Hiemann, Vorstandsvorsitzender KGV „Frohes Schaffen“. Er gab eine Anleitung zum Schreiben einer Vereinschronik.


Anhand von Beispielen aus den Quellen des Vereinsarchivs entwickelte sich eine lebendige Frage-Antwort-Runde und eine angeregte Diskussion.

 

Wichtige Quellen für eine Vereinschronik können sein:

  • Rechenschaftsberichte des Vorstandes
  • Berichte bzw. Interviews mit älteren Gartenfreunden
  • Ältere Chroniken und Mitgliederlisten
  • Dokumente zur Wechselwirkung zwischen Verein und übergeordneten Stellen (Stadtverband, Landesverband)
  • Anfragen an den Stadtverband zu eventuell vorhandenen Informationen
  • Dokumente des Vereinswirtschaftslebens (z. B. Einkäufe)
  • Aufzeichnungen zu besonderen Ereignissen (z. B. Gartenfeste, Neubauten, Presseberichte, Online-Quellen)

 

Folgende Themen wurden im Anschluss diskutiert:

  • Wie komme ich als Chronistin oder Chronist an Quellen, wenn ich nicht dem Vorstand angehöre? Grundlage für eine inhaltsreiche Chronik zum Vereinsleben sollte durch eine eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und dem Zugang zum Vereinsarchiv gegeben sein. 
  • Wie lange dürfen Dokumente im Vorstandsarchiv verbleiben? Die Aufbewahrungsfristen für Vereinsdokumente sind unterschiedlich und hängen von der Art des Dokuments ab. Vereinsinterne Unterlagen sollten dauerhaft oder langfristig erhalten bleiben, da sie den historischen Wert des Vereins dokumentieren. Dazu gehören:
  • Gründungsunterlagen, Satzung, Änderungsbeschlüsse
  • Protokolle von Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen
  • Chroniken, Vereinszeitungen, Fotos
  • Bau- und Flächendokumentationen
  • Korrespondenz mit übergeordneten Verbänden

Weitere Fragen, wie zum Beispiel zum Datenschutz, konnten diesmal nicht ausführlich behandelt werden, sollen aber beim nächsten Tag der Chronisten im Fokus stehen.

 

Zum Schluss sei den Referenten sowie dem KGV Dresden-West herzlich für die Vorbereitung und Durchführung des Tages der Chronisten 2025 gedankt.

 

Viele wertvolle Anregungen für die eigene Chronikarbeit konnten mitgenommen werden.

 

 

 


 

Literaturempfehlungen

  1. Schilling, Kurt: Das Kleingartenwesen in Sachsen, Dresden 1924 (verfügbar in der SLUB Dresden)
  2. Festschrift: 25 Jahre Wiedergründung Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. und 20 Jahre Sächsische Gartenakademie 1990–2015 (verfügbar in der SLUB Dresden)
  3. Winter, Angelika: Das richtige Aufbewahren und Archivieren von Vereinsdokumenten, Vortrag auf dem 13. Tag der Chronisten 2024
  4. LSK Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. (Hrsg.): „Handbuch für den Chronisten im sächsischen Kleingärtnerverein“, Dresden, 2012

 

 

 

Autorin:
Manuela Queitsch
AG Geschichte und Traditionspflege
KGV Salzburger Straße

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Tag der Chronisten 2024

Ein Rückblick

Die Teilnehmer des Tag der Chronisten

 

Zum diesjährigen Tag der Chronisten hatte die AG Geschichte und Traditionspflege in den KGV „Neuland“ nach Cotta eingeladen. 

 

Bericht zum 13. Tag der Chronisten 2024

Autorinnen: Manuela Queitsch und Vera Wobad

 

Der Tag der Chronisten fand mit ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Kleingartenverband (KGV) Neuland e.V. statt. Werner Porges von der AG Geschichte begrüßte die Chronistinnen und Chronisten herzlich zum jährlichen Treffen. Im Anschluss stellte die Vereinsvorsitzende Katrin Woloschanowski den Verein „Neuland“ vor und ging kurz auf die Entwicklung seit der Gründung 1927 ein. 158 Mitglieder in 107 Parzellen verbringen hier ihre Freizeit unter dem Motto: „In Gemeinschaft gärtnern“.

 

 

 

Zahlreiche Gemeinschaftsprojekte, die auf dem Rundgang besichtigt werden konnten zeugen vom regen Vereinsleben. Es gibt einen Gemeinschaftsgarten, in dem verschiedene Pflanzen angebaut werden. Damit wird Artenschutz und Artenvielfalt in vorbildlicher Weise umgesetzt und kann zu pädagogischen Zwecken vorgeführt werden. Die Ernteerträge werden im Verein verarbeitet oder an das Kinder- und Jugendheim T3 gespendet.

 

Gemeinschaftsgarten Weidentippi Werkzeugschrank

 

Interessant ist auch der Lehrpfad, der mit den Stationen Feuchtbiotop, Totholzhaufen, Weiden-Iglu, Barfußfühlpfad, Vogelnistkasten und Insektenhotels zum Beobachten und Ausprobieren einlädt und so wichtiges Wissen rund um den Lebensraum Kleingarten vermittelt.

 

Das Traditionsbüdchen als Vereinsmuseum

Vor dem Vereinshaus gibt es einen Spielplatz. Die Gemeinschaftswerkstatt am Vereinshaus dient den notwendigen Reparaturen innerhalb der Anlage. Ein kleines Museum, das „Traditionsbüdchen“, präsentiert viele Zeugnisse vergangener Tage. Zu finden sind altes Geschirr, Bügeleisen oder Kaffeemühlen sowie Dokumente aus fast 100 Jahren Gartensparte.

 

Ausscheidende Vereinsmitglieder werden gebeten, Gegenstände und Dokumente dem Verein zu überlassen. So wächst das kleine Vereinsmuseum weiter.

 

Marga Woloschanowski in ihrem

Vereinschronistin Marga Woloschanowski in "ihrem Büdchen".

 

Ehrungen

Nach dem Rundgang wurde das Chronisten-Ehepaar Gabriele und Andreas Großer aus dem KGV „Erholung I“ für ihre jahrelange Arbeit mit der Ehrennadel des Landesverbandes der Sächsischen Kleingärtner in Bronze geehrt. Sie beenden ihre Arbeit für die Chronik ihres Vereins. Der Vorsitzende des Stadtverbandes „Dresdner Gartenfreunde“ Frank Hoffmann richtete neben seinem Dank für die geleistete Arbeit der Chronistinnen und Chronisten den Blick in die Zukunft.

 

Familie Großer legt nach vielen Jahren den Chronistenstift nieder. Die AG Geschichte und Traditionspflege ehrte sie für ihr langjähriges Engagement.

 

Die BuGa 2033 in Dresden

Dresden hat sich für die BUGA 2033 beworben. Eine Delegation der Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) besuchte vom 25. bis 26. Februar 2024 die „Kernareale“ der Machbarkeitsstudie: Südpark, Kiesseen und Trümmerberg Leuben, Galopprennbahn sowie Proschhübel mit Hechtpark und St.-Pauli-Friedhof. Der Stadtverband ist in die Planungen eingebunden, um die Beteiligungen der Kleingartenvereine zu koordinieren.

 

Frank Hoffmann spricht über die Rolle der Kleingärten zur Bundesgartenschau 2033

 

Das BundeskleingartenGesetz

Dr.  Heinz Wolff von der AG Geschichte im Landesverband Sachsen gab in seinem Vortrag „Von der Kleingarten- und Kleinpachtlandverordnung 1919 zum Bundeskleingartengesetz 1983“ einen Überblick über die Entwicklung des Kleingartenwesens. Angefangen hatte alles mit Pastor Schröder in Kappeln an der Schlei im Jahre 1814 mit der Verpachtung von Kirchland und ersten rudimentären Regeln.

 

 

Im Allgemeinen stammten die Kleingärtner eher aus dem mittelständischen Bereich und Kleinbürgertum. Im Jahre 1864 wurde dann in Leipzig der erste Schreberverein gegründet. Von gesetzlichen Regelungen war man jedoch weiterhin weit entfernt.

 

1919 kam es durch Kurt Schilling zur Initiierung der ersten Kleingarten- und Kleinpachtlandverordnung. 1924 fand in Bautzen die 1. Tagung des Kleingartenverbandes statt, für diese fertigte Kurt Schilling eine Dokumentation der Kleingartensituation Sachsens an.

 

In den 1970er Jahren stellten die Verbände und Vereine in Westdeutschland fest, dass gesetzliche Grundlagen für das Kleingartenwesen weder einheitlich noch befriedigend vorhanden waren. 1983 wurde das Bundeskleingartengesetz als Rahmenvereinbarung verabschiedet (BKleingG). Dieses gilt bis heute.

 

Im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung wurde am 3. Oktober 1990 das DDR-Kleingartenwesen an das westdeutsche angeschlossen. Die derzeit geführte Diskussion um das BKleingG wird in der Publikation „Schrebergärtner“ in der Ausgabe für das Jahr 2024 aufgegriffen werden.

 

Wichtig war es Heinz Wolff, auf die Erhaltung des Gesetzes in bisheriger Form hinzuweisen. Mit einem ersten Eingriff könnte das Tor für weitere Eingriffe und Veränderungen geöffnet werden, was gerade in heutigen Zeiten, wo Begehrlichkeiten Dritter an Grund und Boden bestünden, zu Einschnitten für die Kleingartenvereine führen könnte.

 

Aufbewahren und Archivieren

In ihrem Vortrag ging Dr. Angelika Winter auf „Das richtige Aufbewahren und Archivieren von Vereinsdokumenten“ ein.

Eingangs verwies sie auf das „Handbuch für den Sächsischen Kleingartenverein – Gesetze, Verordnungen, Erfahrungen“, welches grundsätzlich in die Dokumentation der Vereinsarbeit einführt.

 

 

Aufzuheben sind in jedem Fall alle Dokumente und Objekte, die Rechtsrelevanz besitzen, die die Vereinsgeschichte und seine Entwicklung bezeugen. Im Einzelfall kann das eine Ermessensfrage sein. Eine gute Ablage erleichtern Vorstand wie Chronisten die Arbeit mit dem Schriftgut.

 

Orientierung dabei kann auch die „Handreichung für Vereine des Landschaftsverbandes Rheinland“ mit Musteraktenplan und Aufbewahrungsfristen für den Umgang mit Akten, Einzeldokumenten, Fotos, Filmen, Vereinsfahnen, Pokalen, Ehrenmedaillen bieten.

 

Gut sortiert, inventarisiert und beschriftet, Papier ohne Metallteile, Fotografien eher in PP-als PE-Hüllen oder in Pergamintaschen stehend bzw. in Archivpapier eingeschlagen liegend, lichtgeschützt, kühl und trocken in einem abschließbaren Schrank werden die Archivalien hoffentlich lange erhalten bleiben.

 

Eine parallele Digitalisierung und Datenablage auf einer externen Festplatte wurden von Frau Walter empfohlen. Natürlich kann ein Kleingartenverein nicht alles Genannte leisten, eine Annäherung sei jedoch wünschenswert. Wenn eine Aufbewahrung im Vereinshaus nicht möglich sein sollte, können sich Vereine an ein Kommunalarchiv wenden, um zu versuchen, ihr Gut als Depositum dort aufbewahren zu lassen. Eventuell sind dadurch auch Synergieeffekte zu erreichen.

 

Das Archiv des KGV Neuland

Ein paar Worte noch zum Vereinsarchiv des KGV Neuland, das von Marga Woloschanowski seit vielen Jahren geführt wird. Die Dokumente und Ordner lagern wohlverschlossen in Schränken im Vereinsheim. Die Ereignisse der einzelnen Jahre werden in Ordnern geführt, die wiederum mit einem sog. „Findbuch“ und dazugehörigen Zeittafeln erschlossen sind.

 

Damit sind die einzelnen Dokumente, Quellen und Artikel auch von anderen Personen als der Archivarin leichter im Archiv auffindbar. Da mittlerweile das Archiv hybrid geführt wird, enthalten die Zeittafeln und damit auch das Findbuch die Bezeichnung des Erscheinungsformats (analog oder digital). Der KGV Neuland verfügt mit diesem sehr gut geführten Archiv über einen wertvollen Bestand an Dokumenten, der für die Geschichte von großem Wert ist. 

 

 

+++Dank und Anerkennung+++

 

 Zum Schluss bleibt nur noch, dem Vorstand des KGV Neuland sehr herzlich für die Vorbereitung des Tages der Chronisten 2024 zu danken. Wertvolle Anregungen für die eigenen Arbeit konnten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgenommen werden. 

Tag der Chronisten 2023

Schreber 2.0 – Vision und Tradition. 12. Tag der Chronisten unter Wettbewerbsmotto

Zum diesjährigen Tag der Chronisten hatte die AG Geschichte und Traditionspflege in den KGV „Am Anton-Günther-Park“ nach Pieschen eingeladen. Trotz frostiger Temperaturen und Schneefall folgten 36 Chronisten und Vereinsvorsitzende der Einladung.

 

Als Hauptthema hatten die Geschichtsforscher erstmals das Motto des städtischen Wettbewerbs um die „Schönste Kleingartenanlage Dresdens“ aufgegriffen, „Schreber 2.0 – Vision und Tradition“.

 

Nach den einleitenden Begrüßungen durch Werner Porges (AG GuT) und Frank Hoffmann (1. Vorsitzender des Stadtverband „Dresdner Gartenfreunde“) führte Christiane Hutschenreuther, Vorsitzende des Gastgebervereins, in die Geschichte ihrer Anlage ein und lud anschließend zur Besichtigung der historischen Dauerausstellung des Vereins im Nebenraum des Vereinshauses.

 

Im Anschluss stellten Sven-Karsten Kaiser (KGV Flora I) und Roberto Jurig (KGV Geystraße) ihre Vereine sowie deren Umgang mit Traditionen und Visionen vor. Ein wichtiger Bestandteil in beiden Vereinen: Die Teilnahme an Wettbewerben. Während die Flora I sich mit der goldenen Medaille des Bundeswettbewerbs „Gärten im Städtebau“ schmücken darf, stellt die Wettbewerbsbeteiligung für die Geystraße eine Premiere dar. Der Weg bis dorthin – so berichtete Roberto Jurig – war geprägt von Herausforderungen, Gesprächen und der Frage, wie eine Kleingartenanlage wieder mit einem vereinstypischen Wir-Gefühl wiederbelebt werden kann.

 

Die sich anschließenden Diskussionen stellten die Vor- und Nachteile der – nicht zuletzt durch die Pandemie – in den Vereinen fortschreitende Digitalisierung in den Mittelpunkt. Während sich der eine mehr persönliche Nachrichten ins Postfach wünscht, schüttelt der andere verzweifelt den Kopf und kritisiert die herrschende Informationsflut. Abschließend waren sich jedoch alle Teilnehmer einig: Im Mittelpunkt steht der Mensch. Und ein freundliches Wort von Angesicht zu Angesicht ist durch keine Email zu ersetzen.

 

 


 

Tag der Chronisten 2022

Ein Rückblick

11. CHRONISTENTREFFEN

(AM 05.03.2022) Da sind wir nun: Neu und ahnungslos, aber sehr motiviert. Das neue Amt, eine Chronik für unseren Verein zu erstellen, wurde uns vor einer Woche übertragen.

 

In der Hand hielten wir eine Einladung zum 11. Chronistentreffen im Seidnitzcenter, in den neuen Räumlichkeiten des Stadtverbandes „Dresdner Gartenfreunde“ e.V..

 

Unsicher und erwartungsvoll wurden wir herzlich von vielen netten Menschen mit einem Lächeln und einer kleinen Erfrischung empfangen. Anschließend trafen wir uns mit allen anwesenden Chronisten in einem großen Besprechungsraum zur Begrüßung durch Frank Hoffmann.

 

Im Nachgang wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und durch die neuen Räume des Stadtverbandes geführt.

 

Uns erwarteten wunderschöne helle Büroräume mit ausgehangenen Kunstwerken von Gartenfreunden, ausgestellten Chroniken, riesen Archivregalen und imposanten Fahnenbändern.

 

Das Ganze war begleitet von viel Humor und spannenden Informationen.

 

Nach der Führung fanden wir uns alle gut gelaunt in einem weiteren Besprechungsraum wieder, in welchem unsere knurrenden Mägen mit liebevoll belegten Brötchen und leckerem Kaffee versorgt wurden.

 

11.30 Uhr begann Teil 2 der Veranstaltung mit emotionalen Auszeichnungen langjährig zugehöriger Gartenfreunde.

 

So wurde Frau Marga Woloschanowski für bisherige Arbeit in der AG Geschichts -und Traditionspflege und als Chronistin im Verein KGV „Neuland“ e.V., sowie Herr Otto Koch für seine aktive Arbeit als Leiter der AG Geschichts -und Traditionspflege und Gartenfreundin Frau Helga Kluge für ihre langjährige Mitarbeit in der AG Geschichts -und Traditionspflege als Ehrenmitglied des Stadtverbandes ausgezeichnet.

 

Noch einmal herzlichen Glückwunsch und höchsten Respekt auch von unserer Seite!

 

Unter dem Thema „Geschichtsaufbereitung in den Vereinen von der Gegenwart bis zu den historischen Anfängen der kleingärtnerischen Nutzung und Gründung der Vereine – eine dringende Aufgabe unserer Zeit.“ erfuhren wir Chronisten von den spontan eingesprungen Referent*innen Elke Ehnold Wissenswertes rund um die Gründungsjahrrecherche von Werner Porges und Klaus Peter Linow.Die Aufarbeitung alter Chroniken und welche Bedeutung der Chronikführung im Allgemeinen beigemessen wird. Im Anschluss gab es noch einen offenen und herzlichen Austausch rund um den erlebten Tag.

 

Was nehmen wir von unserem ersten Chronistentreffen mit?

 

Die Chronik ist unabdingbar zur Dokumentation geschichtlicher Ereignisse jedes Kleingartenvereins. Jeder Chronist sollte dieses Amt mit viel Liebe und Zeit füllen, um das Heute für die Generation von Morgen bestmöglich zu erhalten. Ein spannender Tag mit vielen positiven Eindrücken ging nun zu Ende. Wir bedanken uns herzlichen bei allen Gartenfreunden, die uns so lieb aufgenommen haben. Danke für die supertolle Verpflegung und vor allem die interessanten Gespräche mit euch allen!

 

Cindy und Rocky Kleingartenverein „Lockwitz“ e.V.

 

 

Tag der Chronisten 2021

informieren und inspirieren

Einmal im Jahr kommen die Chronist*Innen der Dresdner Kleingärtnervereine zum Erfahrungsaustausch zusammen. Vorzugsweise treffen sie sich in einem Vereinsheim und lassen hierbei auch gern den Gastgeber zu Wort kommen.

 

2021 trafen sich die Geschichtsforscher im KGV Höhenluft I und ließen sich von Egbert Andreas (Schatzmeister beim Stadtverband und Chronist im KGV Am Tummelsbach), Bernd Völkel (Stellvertretender Vorsitzender und Chronist des Gastgebervereins, außerdem Mitglied der AG Geschichte und Traditionspflege beim Stadtverband) sowie Katrin Woloschanowski (Vorsitzende im KGV Neuland) inspirieren.

 

Auf vielfachen Wunsch haben wir an dieser Stelle die beiden Hauptvorträge als .pdf-Datei zur Verfügung gestellt.